„Man muss sich nur mal vorstellen, es hätte ‚Brück hilft’ nicht gegeben.“

Der Brücker Bürgermeister Matthias Schimanowski bedankte sich bei der Flüchtlingsinitiative

Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski nutzte ein Treffen von Mitgliedern der Flüchtlingsinitiative „Brück hilft“, um sich zu bedanken:

„Man muss sich nur mal vorstellen, es hätte ‚Brück hilft’ nicht gegeben.“

Ohne diese Initiative hätte es sicher weit mehr Konflikte in dem Planestädtchen gegeben. Die Neubürger stellten immerhin zeitweise ca. 20 Prozent aller Einwohner. Sie mussten und müssen eine neue Sprache und andere kulturelle Gepflogenheiten lernen. Hans Moll, Kerstin Wöbbecke und andere geben jede Woche Sprachunterricht für die Erwachsenen. Neben dem Sprachunterricht war die Fahrradwerkstatt wichtig für die Flüchtlinge, um mobil zu sein. Für die Frauen wurden gesonderte Radfahr- und Schwimmkurse organisiert. Das Engagement von noch immer etwa 40 Aktiven aus dem Amt Brück ist auch sonst unverzichtbar. Von Anfang an mit dabei sind Karin Luther aus Borkwalde und Ruth Zeidler aus Borkheide. Jeden Samstag basteln und spielen sie mit den Kindern im Flüchtlingsheim. Marius Kaffanke und Robert Ide geben Nachhilfeunterricht für die Schulkinder. Sehr aufwendig, aber auch bereichernd sind die persönlichen Patenschaften. Bis heute benötigen viele Flüchtlinge Unterstützung bei Behördengängen. Richard Goebel half bei der Jobvermittlung, Karin Piske organisierte Ausflüge.

Zwar soll das Brücker Flüchtlingsheim im nächsten Jahr geschlossen werden, falls es bis dahin keine neue Flüchtlingswelle gibt. Aber Schimanowski weiß:

„Solange die Flüchtlinge da sind, brauchen wir ‚Brück hilft’.“

Sorgen muss er sich nur um die Fahrradwerkstatt machen, die nicht nur den Flüchtlingen, sondern auch Einheimischen geholfen hat. Der Mietvertrag für das Gelände gegenüber vom Bahnhof läuft im Juni aus, bis Ende Mai soll es geräumt werden, und Ersatz ist keiner in Sicht. Im Gegenteil, für viele der Anschaffungen werden noch Lagermöglichkeiten gesucht. Immerhin wird es voraussichtlich weiterhin die Möglichkeit gegen, Kraftsport zu betreiben. Uwe Leusch will mit den Geräten nach Brück-Ausbau umziehen.

Ihre weitere Arbeit koordiniert die Initiative vor allem über das Internet. Die sieben bei dem Treffen Anwesenden wollen darüber hinaus regelmäßig zu einem Stammtisch einladen. Der erste Stammtisch soll am 15. Mai 2018 um 19:00 Uhr in der Gaststätte „Zur Stadtmitte“ stattfinden. Dort sollen u.a. letzte Fragen bei der Räumung der Fahrradwerkstatt geklärt werden. Auch beim Brücker Frühlingsfest am 28. April wird die Initiative wieder dabei sein.

Foto: Bürgermeister Matthias Schimanowski lässt sich von Uwe Leusch die Sportgeräte zeigen

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