Kloster Lehnin, GV Kloster Lehnin, Schulbezirke

Kloster Lehnin: Erfolgreiche Elternproteste – Entscheidungen über Schulbezirke und Vertragskündigung vertagt

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Kloster Lehnin, Lehnin. Offenbar haben die Elternproteste zumindest vorerst Erfolg gehabt. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause stand im nichtöffentlichen Teil der Gemeindevertretung von Kloster Lehnin der Tagesordnungspunkt „Kündigung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Übertragung der Aufgaben des Schulträgers der Grundschule“ auf der Agenda. Im Hauptausschuss wenige Tage zuvor wurde dem noch zugestimmt, wie es aus gut unterrichteten Kreisen heißt.

In der Gemeindevertretersitzung (GV) am 7. Juli 2026 war der Sitzungssaal im Rathaus der Gemeinde überfüllt. Mehr als 50 Eltern, Großeltern und Lehrer aus den betroffenen Ortsteilen Reckahn und Krahne sowie aus Golzow waren gekommen, um ihre Argumente gegen die Veränderung der Schulbezirke und die Vertragskündigung zu unterbreiten.

Obwohl der Tagesordnungspunkt (TOP) im nichtöffentlichen Teil angekündigt war und damit ohne die Besucher diskutiert werden sollte, eine Beschwerde an die Kommunalaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark, die Eltern sowie die Amtsverwaltung Brück eingereicht hatten, wurde abgewiesen, hatten die Eltern die Möglichkeit bekommen, sich in der Einwohnerfragestunde zu äußern.

Wie wichtig das Thema auch in der GV ist, zeigte sich in einer vorab durch den Vorsitzenden der GV, Kevin Bolz (CDU) vorgelesenen Erklärung. Er betonte, dass er keinen Einfluss auf die Platzierung der TOP habe und wenn die Verwaltung einen Punkt als nicht-öffentlich anmeldet, er das so umsetzen muss. Deshalb verwahrte er sich gegen einen Kommentar auf Zauche 365, in dem gesagt wird, dass er ein Interesse daran habe, das Thema „geheim zu halten“.

Die Eltern zeigten sich gut vorbereitet. In einer 47seitigen Stellungnahme, die von Laura Oppenborn, Anke von Treskow und Romy May allen Gemeindevertretern und der Verwaltung zur Verfügung gestellt worden ist, zeigten sie detailliert ihre Sicht der Dinge auf. Die Eltern fordern schlussendlich eine transparente Vorgehensweise und eine eingehende Prüfung des Vorgangs. Sie wollen deshalb eine Aussetzung der Beschlussfassung, eine Nachholung der Elternbeteiligung, Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen und eine gemeinsame Beratung aller beteiligten Verwaltungen und Gremien.

Zusätzlich wurden an die GV und an Bürgermeister Uwe Brückner 17 Fragen übergeben. Brückner betonte, dass ihm Transparenz und die Beteiligung der Eltern wichtig seien und er für einen offenen Dialog stehe. Fragen, die sich auf die unterschiedliche Zahlengrundlage bezogen, wich er eher aus. Die Eltern erhielten Dank vom Abgeordneten Frank Niewar, der über die nichtöffentliche Behandlung staunte und das Engagement der Aktiven lobte.

Die Zauche 365 vorliegende Stellungnahmen endet mit einem Appell an die Abgeordneten, sich genau zu informieren und sich klarzumachen, dass es um gewachsene Bildungsstrukturen und das Wohl der Kinder geht. Immerhin haben 737 Personen eine diesbezügliche Petition unterzeichnet.

Das alles hat wohl gewirkt, denn wie zu erfahren war, wurde der anfangs genannte TOP im nichtöffentlichen Teil lange diskutiert, und schließlich ebenso wie in der Sitzung zuvor der TOP „Prüfung der Änderung der Schulbezirke“, vertagt.

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(Artikelfoto: Elternvertreter, Bürgermeister Uwe Brückner (vorn, mitte), Vorsitzender der Gemeindevertretung Kevin Bolz (vorn, rechts) und weitere Gemeindevertreter)

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