Baitz. Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg laden im März, April und Mai zum Konzert zahlreicher stimmgewaltiger Frühlingsboten. 25 RangerTouren hat die Naturwacht zum „Brandenburger Konzertfrühling“ im Programm. Im Naturpark Hoher Fläming erkunden die Teilnehmer am 25. April und am 9. Mai 2026 die Vogelsprache – mit dem Ziel,
die Botschaften der Vögel zu verstehen.
Wenn die Natur aus der Winterruhe erwacht, drängen allerorts liebestolle Sänger auf die Bühnen. Die Luft ist erfüllt vom Gesang der Vögel, die ihre Brutreviere lautstark markieren. In denGewässern machen Kröten, Unken und Frösche dicke Backen, um potenzielle Partnerinnen zu beeindrucken. Auf Exkursionen zum Baitzer Fuchsberg stellt Rangerin Mirjam Rederlechner im Naturpark Hoher Fläming die Sprache der quirligen Sänger und Rufer genauer vor:
„Vogelsprache – die Botschaften der Vögel verstehen.“
Warum singen Vögel eigentlich, was rufen sie, wann fliegen sie auf oder sitzen ganz still und reglos im Baum? Ihre Gesänge und Rufe, ihre Verhaltensweisen und ihre Körpersprache bilden ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem. Daran orientieren sich nicht nur die Vögel selbst, sondern auch andere Tiere in der Umgebung. „Wenn wir die Vogelsprache verstehen lernen, entdecken wir Tiere, die wir vorher nicht gesehen hätten: den Milan am Himmel, den durchs Dickicht rasenden Sperber oder den schleichenden Fuchs. Gemeinsam nähern wir uns spielerisch der Sprache der Gefiederten und probieren verschiedene Zugänge aus, um die Laute und das Verhalten der Vögel zu erkennen und zu interpretieren“, sagt Rederlechner.
Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes als Mittler*innen zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.750 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Gleichzeitig sind die 90 Rangerinnen und Ranger ansprechbar für alle, die in den Nationalen Naturlandschaften leben, arbeiten oder zu Gast sind. Sie begleiten jährlich rund 9.500 Interessierte auf mehr als 460 geführten Touren, teilen ihr Wissen und sensibilisieren für richtiges Verhalten in den Schutzgebieten. Damit stärken sie auch den Naturtourismus in der Region. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bildung für Nachthaltige Entwicklung, BNE: In ihrer Arbeit mit Junior-RangerGruppen oder in Schul-AGs weckt die Naturwacht Interesse an Themen rund um die Nachhaltigkeit und motiviert und befähigt die Kinder, selbst aktiv zu werden. Rund 390 Freiwillige unterstützen die Naturwacht Brandenburg bei diesen vielfältigen Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.
Eine Anmeldung für die Exkursion ist erforderlich.
Für die Teilnahme werden feste Schuhe und Kleidung entsprechend der Witterung empfohlen, am besten in gedeckten Farben. Die Führungen der Naturwacht sind kostenfrei. Die Anmeldung ist bis zum 23. April bzw. 7. Mai möglich bei Mirjam Rederlechner, Tel: 0170-5739945, E-mail: mirjam.rederlechner@naturwacht.de
(Artikelfoto: Sperbermännchen © Andreas Trunschke)
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