Ortsbeirat Reckahn, Energiepark Krahne/Reckahn

Reckahn: Energiepark könnte kommen – Ortsbeirat befürwortet Projekt

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Reckahn. In seiner Sitzung am 25. Juni 2026 im Feuerwehrgerätehaus in Reckahn hat der Ortsbeirat des Ortes den Aufstellungsbeschluss für einen Energiepark einstimmig befürwortet und der Gemeindevertretung Kloster Lehnin empfohlen.

Sebastian Linke von der Firma BOREAS Energie GmbH hatte in der Sitzung das Vorhaben erklärt. Demnach soll auf einem 84 Hektar großem Feld ein Solarkraftwerk entstehen. Die Gesamtfläche des Energieparks Krahne/Reckahn soll 107 ha betragen, wobei neben dem Solarkraftwerk auch Windkraftanlagen (WKA) geplant sind. „Ohne WKA wird es auch keine PV-Anlage geben“, sagte der Projektentwickler. Wie viele WKAs geplant sind, die Rede war von elf, fünf oder weniger, konnte keiner sagen. „Das wird noch diskutiert“, betonte Bürgermeister Uwe Brückner. Der Solarpark könnte nach Firmenangaben 22.000 Haushalte mit Strom versorgen, die Anlagenleistung soll bei 70MWp liegen, bei einem Ertrag von rund 70 Million KW/H jährlich. Wenn man davon ausgeht, dass hier 0,2 ct je kw/h an die Gemeindefließen könnten und dazu ein gesicherte Betrag von 2.200 Euro je MW im Jahr könnte die Gemeinde davon gut profitieren.

Ortsbeirat Reckahn, Energiepark Krahne/Reckahn
Umspannwerk der Zukunft – Präsentation der Firma Boreas

Im Wesentlichen jedoch wird der Energiepark errichtet, weil in unmittelbarer Nachbarschaft der Industriestandort Prieperfichten entstehen. Der Energiepark Krahne/Reckahn könnte den dort geplanten ergänzen. Außerdem soll der Strom vorrangig der Gemeinde Kloster Lehnin zu gute kommen, das soll über Direktverträge mit den Gemeindewerken abgewickelt werden.
Als Partner ist die Agrargenossenschaft Thomas-Müntzer aus Krahne mit im Boot. Diese stellt die Flächen zur Verfügung und partizipiert über die Verpachtung dieser am Projekt, außerdem wird sie wohl ihre Biogasanlage (BGA) vom Netz nehmen müssen, da die Sanierung und der Umbau ohne Förderung nicht mehr lohnen. „Das verstehe einer, Biogas gewinnt demnächst an Bedeutung und diese Anlage wird nicht unterstützt“, kritisierte Brückner.

Die Agrargenossenschaft musste im Ortbeirat Krahne am 18. Mai 2026 einen Dämpfer hinnehmen. Der Ortsbeirat befürwortete zwar einstimmig die Pläne für den oben genannten Solarpark, lehnte jedoch einen weiteren 150 ha großen auf den Flurstücken 1, 3 und 10 ab.

Die Pläne von Boreas sehen für den Energiepark eine komplette Lösung vor. Der Strom aus PV und WKA wird an ein Umspannwerk geliefert. Von dort kann er einerseits in einen Batteriespeicher fließen oder direkt ins Gewerbegebiet, die Gemeindewerke oder das öffentliche Netz.

Sebastian Linke macht allen Anwesenden klar, dass es kein Schnellschuss sei. „Allein der Aufstellungsbeschluss dürfte etwa 1,5 Jahre bis zur Umsetzung brauchen, ich rechne erst in vier, fünf Jahren mit der Fertigstellung“, sagte Linke zum Abschluss. Der Ortsbeirat begrüßte das Vorhaben.

Ortsbeirat Reckahn, Energiepark Krahne/Reckahn
Größenordnung des Projektes

(Artikelfoto: Präsentation der Firma Boreas: Verbindung zum Gewerbepark)

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