Spatenstich für neue Kita in Borkwalde: „Endlich sind wir da angekommen“

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Borkwalde. Darauf haben viele Borkwalder sehnlich gewartet. „Das ist das vermutlich bedeutendste Ereignis für Borkwalde in diesem Jahr und vielleicht für die nächsten Jahre“, befindet Gerhard Schubert vom Verein Tipidorf. Er gehörte zu den wenigen Menschen, die heute einer kleinen, symbolischen Zeremonie am Borkwalder Olof-Palme-Ring beiwohnten: Dem Spatenstich für das Begegnungszentrum Borkwalde. Coronabedingt wurden nur wenige Menschen eingeladen.

Zu dem eingeschossigen Bau – mit vollem Namen “Multifunktionales und Generationenübergreifendes Kultur-, Freizeit- und Bildungszentrum in Borkwalde” – werden neben der dringend erwarteten Kita auch ein Gemeindesaal und ein Bürgermeisterbüro gehören. In die Kita sollen einmal 66 Kinder gehen, für die 75 Prozent der Gebäudefläche vorgesehen sind. Die restlichen 25 Prozent sollen der Gemeindesaal und der Verwaltungstrakt einnehmen. Vorgesehen ist außerdem ein 450 m² großer Festplatz.

Über ein Gemeindehaus diskutierten die Borkwalder Gemeindevertreter schon seit mehreren Amtsperioden. Die Idee, das Gemeindehaus mit der insbesondere durch den Zuzug akut erforderlichen neuen Kita zu verbinden, kam 2018 auf. Nach und nach kristalisierte sich das jetzige Vorhaben heraus. Anschließend galt es Fördermittel einzuwerben.

Doch in zwei Jahren sollen die insgesamt 1.095 m² zur Verfügung stehen. Bürgermeister Egbert Eska (WiB) ist sichtlich erleichtert:

„Endlich sind wir da angekommen, endlich.“

Jetzt hofft er, dass die „Gewerke preislich und zeitlich im Plan bleiben“. Die Eröffnung der Kita und der Gemeinderäume ist für Ende August 2024 vorgesehen. Die Gesamtkosten sind auf 3,6 Mio. Euro veranschlagt, wobei Amtsdirektor Marko Köhler damit rechnet, dass sich der Betrag im Laufe der Zeit noch erhöhen kann.

In seinem Redebeitrag verweist Köhler auf die bürokratischen Anforderungen an ein kommunales Bauvorhaben, aber auch darauf, dass die Kommunen mit solchen Vorhaben an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit stoßen. Während Borkwalde 3,6 Mio. Euro stemmen muss, sind es im Nachbarort Borkheide für die Erweiterung der Schule sogar 20 Mio. Euro. Auf der Strecke bleibt dann oft ebenfalls notwendige Projekte, wie der Straßenbau. Die Kommunen werden in Zukunft mehr Unterstützung benötigen, wenn sie eine Zukunft haben sollen. Für den Borkwalder Neubau gab es immerhin vom Landkreis 211.000 Euro und aus dem LEADER-Topf 249.000 Euro. Den Rest muss die Waldgemeinde selbst tragen.

Lars Nissen, im Amt zuständig unter anderem für Soziales, verweist abschließend darauf, dass „wir dem Bedarf hinterherrennen.“ Die Bürokratie dauert zu lange. Gut, dass die neue Borkwalder Kita in modularer Bauweise errichtet wird und – falls notwendig – erweitert werden kann. Jetzt müssen nur noch die Bagger anrollen. Wegen einiger Probleme mit Corona muss der geplante Termin noch einmal verändert werden. Es soll jedoch zeitnah passieren.

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