Kloster Lehnin. Nachdem die Ortsbeiräte in Krahne und Reckahn den Aufbau von Solarkraftwerken zugestimmt haben (https://zauche365.de/2026/06/30/reckahn-energiepark-koennte-kommen-ortsbeirat-befuerwortet-projekt/) gibt es jetzt auch grünes Licht für ein ähnliches Vorhaben in Nahmitz und Netzen.
In der Sitzung der Gemeindevertretung Kloster Lehnin am 7. Juli 2026 wurde den Voten aus den Dörfern gefolgt. Wobei auch der Ortsbeirat Nahmitz dafür war und die Abstimmung in Netzen nicht bekannt war. Im Bauausschuss der Gemeinde wurde die Entscheidung vertagt, um die Ergebnisse aus den Dörfern in Erfahrung zu bringen. „Wir waren grundsätzlich dafür“, berichtete Reinhard Siegel über die Diskussion im Bauauschuss.
Bürgermeister Uwe Brückner bat um Zustimmung zu den Vorlagen. „Ich befürchte sonst Verzögerungen“, sagte Brückner, der betonte, dass nach genauer Prüfung die Standorte noch einmal der Gemeindevertretung zur Abstimmung vorgelegt werden.
In Nahmitz und Netzen möchten vier Investoren unterschiedlich große PV-Anlagen errichten. Die Firma Greenwind möchte auf etwa 100 Hektar Fläche, auf der sie schon Windkraftanlagen betreibt, eine PV-Anlage errichten und dabei die schon vorhandene Infrastruktur nutzen. „Die für den Windpark (Repoweringprojekt) vorgesehenen Leitungstrassen mit Umspannwerk und Batteriespeicher, sollen mit genutzt werden“, heißt es in der Vorlage für den Aufstellungsbeschluss.

Die drei anderen Investoren, TEP Flora, Solar Provider Group und BayWa.re wollen auf einer Fläche von insgesamt 40,5 Hektar aktiv werden.
Der Auftrag, einen Aufstellungsbeschluss vorzubereiten, erging bei einer Gegenstimme an die Verwaltung. Wobei festgehalten wurde, dass den Gemeindewerken Kloster Lehnin sowie dem Investor im neu entstehenden Gewerbegebiet Prieperfichten vorrangig Direktlieferverträge anzubieten sind. Übrigens ähnlich wie beim Energiepark in Krahne und Reckahn. Auch in der Gemarkung Prützke,, südlich der BAB 2, entsteht ein Solarpark. Auf ca. 29 ha südlich baut die Firma EnBW auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen einen weiteren Solarpark (11,2 ha in der Gemarkung Grebs und 17,5 ha in der Gemarkung Prützke).
Da auch in Rietz ein Solarpark entsteht, die Kiesgrube in Damsdorf zum Solarpark entwickelt wird, kann man behaupten, dass die Gemeinde Kloster Lehnin durchaus eine Vorbildfunktion auf diesem Segment haben wird.

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