Oberjünne. Es ist viel los in dem 80-Seelendorf Oberjünne. Das wurde in der jüngsten Ortbeiratssitzung am 7. Juli 2026 in der Gemeindescheune deutlich und erfreute die 20 Anwesenden Bürgerinnen und Bürger und führte auch zu mancher Nachfrage.
Der ehemalige Gemeindevertreter Marko Thiele wünscht sich einen Radweg, und zwar nicht den geplanten zwischen Golzow und Brück entlang der L85, sondern zwischen Michelsdorf und Golzow an der Landesstraße L86. „Das wäre ein Lückenschluss und es ist ein Abschnitts der Radverbindung Berlin-Hameln“, argumentierte Thiele und erkundigte sich nach Chancen für eine Umsetzung.
Planebruchs Bürgermeister, gleichzeitig Ortsvorsteher in Oberjünne, Stephan Burow, betonte, dass der Radweg im Radwegeentwicklungsplan des Landkreises Potsdam-Mittelmark verzeichnet sei, aber noch keine konkreten Umsetzungspläne vorhanden sein. Anders als bei der anderen Verbindung. „Drei Abschnitte sind in der Ausführungsplanung“, sagte Burow. Er berichtete, dass demnächst der Bau zwischen Cammer und Damelang ausgeschrieben werden soll und wenn es geschieht, drei Monate später der erste Spatenstich erfolgen soll.

An der Landesstraße L 86 gibt es allerdings aktuell Baumaßnahmen. Dort wird eine neue Elektrizitätsleitung verlegt. Damit soll ein Telefonturm an der Gemarkungsgrenze angeschlossen werden, und auch das Forsthaus Johannisheide wird davon partizipieren. Im Dorf selbst wurde gerade ein neues, größeres Trafohäuschen aufgestellt. Das ältere ist mit einem hübschen Wald- und Wildbild bemalt, ob es bleiben darf, ist unklar. Der Trafoturm am anderen Dorfende wurde auf Initiative von Einwohnern zum Vogelturm ausgebaut.
Die Fördermittel für den Backofen werden fließen, teilte Burow mit. Der Ortschronist Norbert Fröhndrich machte auf die vorhandenen Fundamente eines alten Backofens aufmerksam. Der nun neu zu errichtende, wird wohl an einer anderen Stelle errichtet, teilte Burow auf Anfrage von Ortsbeiratsmitglied Katrin Baatz mit. Er versprach, dass der Ortsbeirat einbezogen werden wird, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Besonders erfreut zeigte sich Burow in seinem Bericht über die gute Auslastung der Gemeindescheune. Hier finden jetzt regelmäßig Yogakurse statt. Daneben gibt es Lesungen, Kabarett aber auch private Feiern. Demnächst tagt dort die Jagdgenossenschaft und auch der Ortsbeirat trifft sich in den Räumen.
„Ich rufe auf, die Scheune weiterhin lebhaft zu nutzen“, möchte Burow eine noch bessere Auslastung.
(Artikelfoto: Neuer und alter Trafo)
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