Wer darf Bauen? – Unzufriedenheit im Amt Brück

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Amt Brück. Sechs Kommunen und das Amt Brück, das bedeutet sieben Haushalte und sieben Investitionsprogramme, aber nur eine bearbeitende Verwaltung, so fasste der Amtsausschussvorsitzende, Philipp Konopka, den Ist-Zustand zusammen. Damit sind seiner Ansicht nach die Mitarbeiter der Verwaltung überfordert.

„Dabei geht es nicht nur um die Sachbearbeiter in der Bauverwaltung, damit werden auch die Kämmerei und gegebenenfalls andere Abteilungen beschäftigt“, führte Konopka aus und kam zudem Ergebnis, dass man einen Weg finden muss, um die Mitarbeiter zu entlasten – und alle Kommunen trotzdem zufrieden zu stellen.

In Zusammenarbeit mit dem Finanzausschussvorsitzenden, Matthias Baitz, sowie der Verwaltung hat er ein 15seitiges Konzept entwickelt, in dem ein Ressourcenschlüssel ausgearbeitet ist, nach dem jede Kommune entsprechend der Einwohnerzahl und finanzieller Leistung nur eine begrenzte Anzahl an Projekten anmelden darf. „Es geht um ein Signal an die Verwaltung und unseren Willen, diese zu entlasten“, begründete Konopka das Papier. Dabei betonte er, dass es sich um einen Grundsatzbeschluss handelt, der per se keine Bindung für die Gemeinden hätte.

Nicht alle Abgeordneten sahen es bei der Diskussion im Amtsausschuss am 29. Juni 2026 im Gemeindehaus Cammer so wie der Vorsitzende. Stefan Fiedler aus Linthe fühlte seine, durchaus finanzstarke Gemeinde benachteiligt, nur weil sie die kleinste im Amt sei. Eine gewisse Bestätigung seiner Bedenken erhielt er von Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski, der meinte, dass sich die Größe der Anteilseigner, also der Kommune, in der Priorisierung wiederspiegeln muss. Planebruchs Bürgermeister Stephan Burow war der Ansicht, dass nicht Ressourcen, sondern Bedarfe im Vordergrund stehen sollten und entsprechend bewertet werden müssten, außerdem auch die Förderbedingungen im Auge behalten werden müssten. Michael Klenke aus Brück meinte, dass zum einen eine Gesamtübersicht wichtig sei, aber die Leistungsfähigkeit der entscheidende Faktor ist.

Steffi Randig, Bürgermeisterin von Borkheide staunte ein wenig. „Mir sind durch das vorgelegte Konzept die Augen geöffnet worden“, sagte sie lobend über die Vorlage und appellierte an alle, sich als Gemeinschaft zu verstehen und an einem Strang zu ziehen.

Für Amtsdirektor Mathias Ryll ist das Konzept eine Orientierungshilfe. Trotzdem konnten nicht alle Abgeordneten überzeugt werden. Von den 14 Anwesenden stimmten zehn der Vorlage zu, zwei waren dagegen, und zwei enthielten sich der Stimme.

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