Brück. Die Arbeitstage sind das Problem, bei Notfällen zwischen 06.00 Uhr morgens und 17.00 Uhr nachmittags fehlen der Freiwilligen Feuerwehr Brück aktive Einsatzkräfte. Jan Stuwe gehört der Einsatzleitung in der Stadt an und hat ein Konzept ausgearbeitet, wie man das Problem lösen könnte.
„Ich glaube, dass die Mitarbeiter der Amtsverwaltung die richtige Zielgruppe wären“, sagte er bei der Vorstellung der Idee im Amtsausschuss am 29. Juni 2026, der diesmal auf Reise gegangen ist und im Gemeindehaus in Cammer tagte.
Er zählte die Vorteile einer solchen Rekrutierung auf. „Kurze Wege, schnelle Aktivierung und die neuen Kameraden wären ein Vorbild für andere“, so der Feuerwehrmann. Die Voraussetzungen wären eine körperliche Eignung, Bereitschaft und Verständnis für dieses besondere Ehrenamt.

Stuwe wird bei der Idee von seinen Brücker Kameraden unterstützt. Der Ortwehrleiter Marco Haseloff appellierte an die Verwaltung, die Idee positiv aufzunehmen. „Wir haben häufig zu wenig Leute“, stellte er die Notwendigkeit fest.
Die Ausbildung würde vier Module haben, die zum Teil in der Arbeitszeit der interessierten Mitarbeiter absolviert werden könnten. Dabei sind 20 Stunden Theorie notwendig, es würden Praxis Übungen an zwei Stunden in der Woche über etwa drei Monate folgen. Allerdings wäre ein Kompaktwochenende, an dem Löschangriff und technische Hilfestellung gelehrt werden, notwendig. „Das sollte als Arbeitszeit angerechnet werden können“, hofft Stuwe auf ein Entgegenkommen der Verantwortlichen im Amt.
Als viertes Modul würde die Ausbildung in 1. Hilfe anstehen. Sie dauert neun Stunden, die man auch als betriebliche Ersthelferausbildung anrechnen könnte. Amtsausschussvorsitzender Philipp Konopka signalisierte Unterstützung. „Das wäre sicher auch ein Gewinn für die Wohngemeinden der Mitarbeiter, die dann die Befähigung zu helfen hätten“, so Konopka und die Bürgermeisterin von Borkheide, Steffi Randig blickte weiter. „Auch unsere Bauhofmitarbeiter könnte man entsprechend ausbilden“, so ihr Wunsch. In Brück sind die Bauhofmitarbeiter schon berücksichtigt. Maik Sternberg wohnt in Cammer, wird aber während der Arbeitszeit im Brücker Bauhof mit alarmiert. Amtsdirektor Mathias Ryll erwähnte, dass jetzt schon drei Verwaltungsmitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr angehören.
Die Kosten hat Stuwe auch berechnet. Für eine Schutzausrüstung der Rekruten hat er 1.200 Euro je Person ausgerechnet und für das Ausbildungsmaterial jeweils 150 Euro.
Der Amtsausschuss folgte Stuwe, und in einem Meinungsbild empfahl man der Verwaltung einstimmig das Konzept mit den Schritten: Vereinbarung FFW – Amt, Aktionstag in der Verwaltung und Bildung einer ersten Pilotgruppe mit fünf bis acht Anwärtern.
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