Alt Bork, 650 Jahre

Alt Bork: Ein Dorf feiert seine Geschichte – 650. Geburtstag wird zum Volksfest

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Alt Bork. Was eine stabile und funktionierende Dorfgemeinschaft auf die Beine stellen kann, konnte man am Samstag und Sonntag in Alt Bork erleben. Alle Einwohner des kleinen Dorfes waren mit dabei als es hieß, den 650. Geburtstag ihres Ortes zu begehen.

Im und rund um den Rundling gab es viele Essstände, Landfrauen buken Kartoffelpuffer und fertigten in ihrer übergroßen Milchkanne Shakes. Es wurde Klemmkuchen gebacken und gegen Spende abgegeben – und auch sonst wurde man gut versorgt, nicht zuletzt am großen Kuchenbuffet der Dorffrauen.

Nachdem das Fest am Samstag mit einem Konzert der Borkheider Band Kurzschluss angeläutet wurde – man tanzte im Festzelt bis in die Nacht –, war am Sonntag der Umzug der Höhepunkt des Festes.

Marco Kaplick und Dirk Zerning erklärten die vorbeiziehenden Schaubilder. Von den ersten Siedlern über die Herrschaft bis zum Klerus und den Handwerkern und Bauern. Ereignisse wie die Pest und der Dorfbrand wurden nicht vergessen.

Oldtimer ergänzten die Schaubilder und wurden später auf dem Werkstattgelände von Marcel Mika ausgestellt. Dort präsentierte Rudi Lapoehn einen der sehr seltenen Grade-Wagen.

Linthes Bürgermeisterin Sigrid Klink und die Alt Borker Ortsvorsteherin Marlies Schulze reihten sich ebenfalls ein. Nicht wie sonst üblich in der ersten Reihe, sonder in der zeitlichen Abfolge, denn das 20. und das 21. Jahrhundert wurden in Jahrzehnten vorgestellt. So die 30er mit der Umbenennung. Während der Nazi-Herrschaft wurden slawisch klingende Namen abgeschafft und neue vergeben, so wurde aus Schwina Emstal und aus Wendisch Bork – Alt Bork.

Mitte der 40er Jahre kamen die Flüchtlinge, danach die Landreform. Junge Pioniere, FDJ und NVA waren auch dabei und Westdeutsche verschenkten ihre Gaben Anfang der 90er. Hier folgten die beiden Regierenden der Nachwendezeit, Helmut Kohl und Angela Merkel, hier versteckte sich der Landwirt Manfred Kaplick hinter der Maske.

Nach dem Umzug begann das bunte Treiben. Ein Kettenkarussell lud Kinder ein, im Zelt gab es durchgehend Auftritte und musikalische Unterhaltung. Vor vielen Häusern sah man kleine Tafeln, die die Geschichte der Häuser und Höfe darstellten.

Erschöpft aber zufrieden zeigte sich die Ortschefin Marlies Schulze. Das Wetter hielt und die vielen Besucher zeugten vom Erfolg. „Wir sind alle glücklich, der Anspannung ist jetzt die Entspannung gefolgt“, sagt sie.

Vor einigen Wochen hat schon Deutsch Bork den 650. Geburtstag ebenso gefeiert wie Meßdunk. Auch weitere 28 Dörfer im Landkreis haben schon oder werden noch dieses Jubiläum begehen. Das liegt am Landbuch Karl IV., der im Jahr 1375 eine Inventur des Landes Brandenburg veranlasste, wodurch viele Orte zum ersten Mal erwähnt worden sind.

(Artikelfoto: Aus Wendisch (slawisch) wurde Alt)

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2 Antworten

  1. Wunderbar dokumentiert Andreas, tolle Fotos auch wir waren begeistert und freuen uns das es den Gäste so gut gefallen hat.
    Danke im Namen von Alt Bork Bärbel

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