Amt Brück, Cammer. In ihrer Sitzung am 26. Januar 2026 in der Kulturscheune Oberjünne hatte die Gemeindevertretung die Schließzeiten der Kita „Storchennest“ für das Jahr 2026 beschlossen. Demnach bleibt die Kita am 5. Juni wegen eines Teamtags zu, und zwischen den Jahren werden die Türen vom 28. bis zum 30. Dezember zu bleiben. Eine Schließung in den Sommerferien ist 2026 nicht vorgesehen.
Der Beschluss erfolgte einstimmig und man ist damit der Empfehlung des Kita-Ausschusses gefolgt.
Weiteres wurde nicht thematisiert, außer, dass der Abgeordnete Ulf Dingelstaedt den Personalschlüssel der Kita in Frage stellte, der ihm auf Grund der geringen Auslastung – nur 26 der 40 Plätze sind belegt – als zu hoch erschien. Die Gegenwart zeigt jedoch, dass mehr Personal notwendig ist. Am Tag der Beratungen der Gemeindevertretung teilte das Amt auf seinen Kanälen mit, dass vom 27. bis zum 29. Januar 2026 der Betrieb auf Grund von Personalmangel nur eingeschränkt erfolgen kann und die Kita schon um 15.00 Uhr schließen muss. Nur einen Tag später eine Kehrtwende. Nun wurde mitgeteilt, dass die Einrichtung bis zum 30. Januar gänzlich zu bleiben muss.
Viele Eltern in der Gemeinde Planebruch sind entsetzt und nicht nur dort, auch in Borkwalde schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen.
Die Krippe ist vom 28. bis zum 30. Januar 2026 in der neuerbauten Kita „Eichhörnchen“ geschlossen. „Wir bitten die Eltern, die auch Kinder in der Elementarstufe betreuen lassen, diese in dieser Zeit mitzubetreuen“, appelliert die Amtsverwaltung an die Eltern. Für Notfälle bei den älteren Kinder steht die zweite Kita „Regenbogen“ als Lösung zur Verfügung, heißt es weiter.
Nachfragen bei der Amtsverwaltung kann man sich jedoch sparen, denn „aufgrund einer kurzfristigen Abwesenheit“ ist der Kita-Bereich nicht zu erreichen.
Immerhin können die Eltern der Kinder in Cammer und Umgebung langfristig planen. Denn der Kita-Ausschuss hat empfohlen im Jahr 2027 die Kita „Storchennest“ für einen Team-Tag am 7. Mai 2027 nicht zu öffnen. In den Sommerferien sollen die beiden letzten Wochen im Juli, also vom 19.bis zum 30. Juli 2027 die Räume zu bleiben. Und auch eine Weihnachtsschließzeit vom 23. bis zum 30. Dezember 2027 ist vorgesehen. Das alles muss jedoch die Gemeindevertretung gesondert beschließen.
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Eine Antwort
Sehr geehrte Gemeindevertreter*innen,
zum Thema Kita Schließzeiten möchte ich folgendes schreiben. Als Betriebsrätin bin ich seit vielen Jahren mit diesem Thema konfrontiert. Aus Arbeitnehmersicht sowohl aus Sicht des Arbeitgeber. Grundsätzlich bin ich gegen eine Schließzeit in den Kitas. Sie macht die Kita nicht attraktiv. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund der Umsetzung. Der wirtschaftliche und auch der finanzielle Aspekt, sind nicht überzeugend. Der einzige Grund ist der, das es für 15 Tage keine Urlaubsplanung für die Erzieher geben muss. Junge Leute werden gezwungen ihren Urlaub nach den Schließzeiten zu planen. Hier am Beispiel 15 Tage. Mit welchem Recht eigentlich. Die Schließzeiten zwischen den Jahren ist einfach nur dreist und man könnte meinen, dass hier eigene Interessen im Vordergrund stehen. Es gibt viele Arbeitnehmer die zwischen den Jahren ihren Dienst leisten müssen. Junge Leute die in unseren Gemeinden wohnen sind oftmals allein, ohne Großeltern. Wie bitte wollen Sie diese Kita bewerben. Die Kita mit 40 Plätze belegen, so das sie auch wirtschaftlich ist. Mit kurzfristigen Schließungen weil kein Personal im Dienst ist. Mit Sommerschließzeiten die absolut unattraktiv sind. Diese Schließzeiten sich dann noch von den Hortschließzeiten abheben. Ist es nicht ein politisches Problem ansich. Es ist ja nicht das erste Mal, dass diese Kita krankheitsbedingt geschlossen hat. Wurde schon mal analysiert, warum dieser Zustand öfter vorkommt und welche Ursachen er hat. Warum denkt man nicht darüber nach Ehrenamtliche zu gewinnen. Oder für alle Gemeinden einen Springerpool mit Personal zu finden. Es gibt in unseren Gemeinden einige Pädagogen die bereits im Ruhestand sind. Vielleicht könnten sie nur die Betreuung übernehmen. Sicherlich müsste ein gutes Konzept erarbeitet werden. Es ist ein ernstes Thema und darf in der momentanen Zeit nicht einfach so hingenommen werden. Die Eltern haben Dienstverträge mit ihren AG, es besteht kein Recht den Arbeitsplatz früher zu verlassen. Weil die Kita nur verkürzt auf hat. Wer von den Leuten im Amt unterstützt diese Entscheidung eigentlich. Bitte unterstützen Sie unsere jungen Eltern und finden Lösungen diese kurzfristigen und geplanten Kitaschließzeiten zu verhindern.
Herzliche Grüße Birgit Schuhknecht