Beelitz: Entwicklung des Ärztehauses geht weiter

Beelitz. Zur weiteren Verbesserung der Bedingungen im Ärztehaus gehen auch in diesem Jahr die Bauarbeiten weiter. So wird ab Mai eine Containeranlage mit insgesamt etwa 75 Quadratmetern am Rande der Parkfläche des Gesundheitszentrums aufgestellt. In diese zieht eine urologische Praxis ein. Voraussichtlich im Juli/August möchte Herr Dirk Eckhold dort vorübergehend den Praxisbetrieb aufnehmen bis der geplante zweite Anbau fertiggestellt ist, in dessen Souterrain dann der Urologe praktizieren wird. Im Vorderhaus des Gesundheitszentrums wird derweil die ehemalige Augenarztpraxis hergerichtet. Dort werden zum Ende des zweiten Quartals Dr. med. Christian Wilke und Robert Meyer eine Gemeinschaftspraxis betreiben. Die Praxisschwerpunkte sollen sich auf Neurologie und Palliativmedizin richten.

Baumaßnahmen finden zur Zeit auch im Souterrain des Ärztehauses statt. Da die Mieträume des Hörgeräteakustikers Amplifon längst zu klein geworden sind und zudem Baufreiheit für die neuen Baumaßnahmen benötigt wird, nutzt Amplifon ab Juni neue Räume im Souterrain. Der Zugang wird dann über den Eingang 3 (Johanniter/Augenarzt) erfolgen, wie Heike Michael vom städtischen Gebäudemanagement informiert. Das dreiköpfige Team mit Fachgeschäftsleiterin Susanne Kallenbach freut sich schon riesig auf die vier neuen und vor allem größeren Räume. Immer wieder schauen sich die drei Frauen den Baufortschritt an. Künftig wird es einen richtigen Eingangs-, getrennte Kunden- und Werkstattbereiche und eine zweite Testkabine für die Kunden geben – problemlos auch mit Rollstuhl und Rollator zu erreichen.

In einem Zuge für den zweiten Bauabschnitt vorbereitet werden laut Bau-Sachgebietsleiter Matthias Weigt Anbau 2 mit 525 Quadratmetern und Anbau 3 mit 558 Quadratmetern. Die Bauverwaltung und Architektin Roswitha Störmer sind für die Schaffung der insgesamt vier neuen Praxen ständig in enger Abstimmung mit den Ärzten. Denn die Vorstellungen und Bedürfnisse sollen natürlich Berücksichtigung finden. Künftig bekommen die modernen, geräumigen Praxen für HNO, Innere Medizin, Neurologie und Urologie dort ihr neues Domizil. Dieses Jahr noch sollen die Bauanträge eingereicht werden. Rund zwei Millionen Euro werden die Maßnahmen kosten, so Weigt. Spätestens Anfang 2022 sollen diesbezüglich die Bauarbeiten beginnen. Die Verbindung zum neuen Anbautrakt, der dem der Augenarztpraxis ähneln soll, wird gegenüber des alten Treppenhauses im Altbau geschaffen. Mit der Fertigstellung des Bereiches für die vier Praxen werde im Jahr 2023 gerechnet, so Weigt.

Ärztehaus Beelitz, Renovierung
Renovierung des Ärztehauses Beelitz

Schrittweise werden dann auch die Bestandspraxen im Altbau ertüchtigt. Die jetzt oft getrennten Räume sollen zu größeren, den modernen Anforderungen entsprechenden Praxen zusammengefügt werden und sanitäre Einrichtungen erhalten. Auch der Bau eines neuen Aufzuges im Haupthaus ist späterhin geplant. Im Blick bleibt zudem die weitere Verschönerung des Außengeländes. So wird demnächst schon der Innenhof zur Umgehungsstraße ansprechender gestaltet. Blumen und Pflanzen ringsum im kleinen Park und in Kübeln sind bereits eine Zierde.

Neben den zukunftsweisenden baulichen Veränderungen geben auch die personellen Nachfolgen der langjährigen Ärztinnen Dr. Jarmila Pasch und Diplom-Medizinerin Dagmar Trebuth Grund zur Freude. So bleibt die vertraute Kontinuität in der internistischen und der kinderärztlichen Versorgung am Beelitzer Standort gewährleistet. Dr. med. Eicke Hirsemann, den Patienten bereits kennenlernen konnten, wird ab Juli die Praxis von Dr. Pasch übernehmen. Kinderarzt Dr. Tobias Reindl, der ebenfalls schon dort praktiziert, wird dann ab Januar 2022 die Praxis von Frau Trebuth weiterführen, sie selbst wird aber noch bleiben und unterstützen. Auch hier wird es noch Maßnahmen geben, die Organisation des Praxisablaufs zu verbessern und das Umfeld der Praxis kindgerechter zu gestalten; vielleicht sogar mit einem kleinen Spielplatz.

(Claudia Krause)

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