Gemeindesaal Borkwalde

Borkwalde: Erster Doppelhaushalt im Amt Brück – Waldgemeinde in der Haushaltssicherung

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Waldgemeinde Borkwalde. Als vierte Gemeinde im Amt Brück – nach Planebruch, Golzow und Brück – hat jetzt die Gemeindevertretung der Waldgemeinde Borkwalde am 25. Februar 2026 auf ihrer Sitzung im Gemeindesaal ihren Haushalt beschlossen. Das besondere dabei, sie ist die erste, die einen Doppelhaushalt für die Jahre 2026/27 verabschiedet hat.

Die Planungen gehen in jedem der beiden Jahre von einem Fehlbetrag die 1.000.000 Euro aus. Das heißt, dass die Gemeinde den Gürtel enger schnallen muss, bei Investitionen häufig auf Fördermittel angewiesen ist und sich ab sofort im Haushaltssicherungskonzept befindet. Das bedeutet, dass die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigen muss. Dabei wird darauf geachtet, dass freiwillige Aufgaben der Gemeinde stark heruntergefahren werden.

Nach dem Motto – jeder Euro zählt – versuchte Philipp Konopka (CDU) wenigstens einige tausend Euro zu sparen. Er beantragte unter anderem, die Zeiterfassung in den beiden Kitas „Eichhörnchen“ und „Regenbogen“ nicht zu installieren (Ersparnis 6.000 Euro) und die Kosten für den Akkuschrank im Bauhof von acht auf zweitausend Euro zu reduzieren. Den Anträgen wurde zugestimmt.

Uta Meyer (GRÜNE) staunte über die hohen Kosten für die Dachsanierung der Kita „Regenbogen“, die sie für zu hoch hielt. Insgesamt geht man hier von etwas unter 600.000 Euro in den beiden Jahren aus. Amtsdirektor Mathias Ryll betonte, dass in der Summe die Sanierung der gesamten Kita, nicht nur des Dachs, enthalten ist und er davon ausgeht, dass die Kosten aus dem Sondervermögen des Bundes gedeckt werden können.

Auf eine Förderung hofft man auch beim Aufenthaltsraum für die Bauhofs Mitarbeiter. Hier kalkuliert man mit 98.000 Euro und hofft auf eine etwa 60prozentige Förderung.

Bolzplatz Borkwalde
Bolzplatz Borkwalde

Die Sanierung des Bolzplatzes ist ebenfalls nötig und soll in beiden Jahren 65.000 Euro kosten, unter anderem ist ein neuer Belag notwendig. Ein Lagercontainer am Gemeindehaus soll ebenso aufgestellt werden wie eine neue Bushaltestelle hergerichtet werden. Diese ist auch von einer Förderung abhängig.

Konopka wies auf die hohen Transferaufwendungen für Kitakinder hin. 685.000 Euro fließen dafür an andere Gemeinden und Träger, obwohl die beiden Kitas in der Waldgemeinde noch Aufnahmekapazitäten haben. So gibt es in Borkwalde 189 Kinder, die theoretisch die beiden Einrichtungen besuchen könnten, tatsächlich sind nur 129 Plätze belegt. „Hier sollten wir für unsere Kitas werben“, forderte Konopka.

Die Waldgemeinde wächst beständig, was unter anderem auch am Steueraufkommen festzustellen ist. Allein die Grundsteuereinnahmen betragen in diesem Jahr 195.000 Euro und man geht von einer Erhöhung um 30.000 Euro im kommenden Jahr aus. Wobei die rund 100 Grundstücke, für die noch keine Bewertung des Finanzamtes vorliegt, dabei nicht eingeschlossen sind.

Im Augenblick sind in Borkwalde 2.195 Personen zu Hause. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Siedlung um etwa 100 Personen jährlich, für die kommenden Jahre rechnet man mit dem Zuzug von weiteren 640 Bürger.

Mit dem Zuwachs hofft man auch auf die Ansiedlung eines Nahversorgers, der bislang gänzlich fehlt. Es gibt wohl positive Anzeichen. Außerdem wünscht man sich ein Gesundheitszentrum. Einerseits steigen mit der Einwohnerzahl auch die Zuweisungen, andererseits ebenso die Amts- und Kreisumlage.

Es ist auf jeden Fall absehbar, dass Borkwalde auch in den kommenden Jahren ein Haushaltssicherungskonzept wird erarbeiten müssen.

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