Stromtal. „Ich hätte nicht gedacht, dass es bei uns so viele schräge Typen gibt“, sagte eine Besucherin des „Stromtal Beat“. Eike Siedschlag hatte am Samstag in den Brücker Ortsteil geladen, um an das erste Festival im Jahr 1995 zu erinnern. Damals kam er gemeinsam mit Freunden wieder nach Hause, nach drei Jahren auf der Walz. Zwei Zimmerleute, ein Koch und ein Schmied wurden damals willkommen geheißen. 30 Jahre später standen sie wieder gemeinsam auf der Bühne.
Siedschlag ist ein Musikfreund, seit vielen Jahren organisierte der Zimmermann in seiner Neuendorfer Werkstatt das Festival „Rock für Schrott“. Im Vorjahr wurde wieder in Stromtal gefeiert.

Jetzt also aus dem genannten Grund wieder. Die vorherrschende Kleidungsfarbe der Besucher war schwarz. T-Shirts mit den Aufdrucken unterschiedlicher Hard-Rock-Bands wie ZZ Top, AC/DC und andere trug man voller Stolz. Pferdezopf und schulterlange Haare bei Männern waren überdurchschnittlich vertreten, eine Art Uniform in der Szene. Das ist auch den fünf Frauen der AC/DC Coverband „Black Rosie“ aufgefallen. „Wir wollen keine Schwänze, alle Männer sollten ihre Haare offen tragen“, forderte Sängerin Karo das Publikum auf.
Gegen 21.00 Uhr begann die Mucke, und die rund 300 Besucher, darunter Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski und sein Stellvertreter Michael Klenke, waren sofort elektrisiert. Denn die Vorgruppe „Bier7“ aus Beelitz war musikalisch eher limitiert. „Black Rosie“ war dagegen ein Ereignis. Caros Stimme variierte zwischen einem dunklen Timbre und hellen Tönen. Die Griffe von Natalie und Gaby an den Gitarren sowie Jeannine am Bass saßen.
Das Publikum war fasziniert, sang mit und machte mit. Auch die fünf Frauen waren von Stromtal begeistert. „Es wird unsere Lieblingslocation“, schrien die Hannoveranerinnen von der Bühne.
Spätestens bei „Highway to Hell“ gab es kein Halten mehr. Die Band hatte das Publikum endgültig für sich gewonnen, und Karo versprach wiederzukommen.

(Artikelfoto: Eike Siedschlag (links) und seine Mitgesellen)
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Eine Antwort
STOMTAL BEAT was für ein Klasse Abend. Schon BIER7 hat so richtig ein geheizt. Mit eigenen sowie gecoverten Songs und daß auf coole besondere Weise.
Ja und dann Black Rosie. Die Band hat so durchgezogen, die Stimmung von Anfang bis Ende einfach unbeschreiblich.
Und dann der Mond, der diesem unglaublichen Abend das “ i Tüpfelchen “ verpasst hat.
Danke an die Veranstalter und alle fleißigen Helfer.