Im Sommer 1958 wurde der Friedrich-Ludwig-Jahn Sportplatz in Brück seiner Bestimmung übergeben. Kurt Tietz gehörte damals zu denen, die dabei waren. 26 Jahre später, 1984, erinnerte er sich an den Bau des Sportplatzes und verfasste für die Märkische Volksstimme einen Aufsatz darüber. Darin heißt es: „In den 35 Jahren des Bestehens der DDR wurde auch sehr viel für den Sport getan. In Belzig, Wiesenburg, Niemegk, Görzke und Brück entstanden mit erheblicher finanzieller Unterstützung durch unseren Staat vorbildliche Sportplätze.“
Für seinen Bericht hatte der Volkskorrespondent auch das Gespräch mit älteren Sportfreunden gesucht. Die konnten sich noch gut daran erinnern, wie schwierig es früher war, in Ermangelung eines Sportplatzes auf Ackerflächen Fußball spielen zu müssen. Etwas Besserung trat ein, als die Sportler einen Platz auf einer ehemaligen Wiese zugewiesen bekamen. „Wenn längere Zeit Sonnenschein war, machte es Spaß, dort zu spielen. Wenn es regnete, mussten wahre „Wasserschlachten“ ausgetragen werden, und die Umkleidemöglichkeiten waren auch nicht gut. So wurden die Sachen naß, man kam oft nicht an einem Schnupfen vorbei“, berichtet Kurt Tietz.
1954 gelang es der Stadt Brück, eine ehemalige Ackerfläche in der Nähe des Bahnhofs durch Tausch zu erwerben werden, um einen Sportplatz zu erbauen. Die Bodenklasse war minderwertig.
Kurt Tietz bezieht sich in seinem Bericht weiter auf ein Schreiben der Stadt Brück vom 2. April 1954 an das Kreiskomitee für Körperkultur und Sport beim Rat des Kreises. Darin heißt es: „Wie ihnen bekannt sein wird, hat die Stadt Brück in der BSG Lok und der SG Vorwärts zwei starke Sportgemeinschaften. Wir haben allerdings für die guten Gemeinschaften keine ideale Sportstätte. Die SG Vorwärts hat eine behelfsmäßige Sportbahn für Leichtathletik. Der alte Sportplatz für die BSG Lok ist sehr abgelegen und im Frühjahr und Herbst (schlechtes Wetter) schwer bespielbar. Der Rat der Stadt Brück hat aus der Erkenntnis heraus, den Massensport zu fördern, durch Geländetausch eine zentral gelegene Sportstätte erworben. Dieser Platz wurde bereits grob planiert, vermessen und eingezäunt. Wir beabsichtigen, auf diesem Platz eine Sportstätte mit Fußballfeld, Aschenbahn und Umkleidekabinen herzustellen.“
Zu diesem Zeitpunkt waren die Feinplanung, der Bau der Aschenbahn und andere Arbeiten in Solidaritätsschichten von Sportlern und Einwohnern bereits abgeschlossen.
Im Sommer 1958 konnte der Sportplatz schließlich eingeweiht werden. Zuvor waren die Sportfreunde Kurt Tietz und Hans Winkler nach Berlin gefahren, um den damaligen Präsidenten des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB), Rudi Reichert, zur Eröffnungsfeier einzuladen. Rudi Reichert nahm die Einladung an und kam nach Brück.
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