110 Jahre Fichtenwalde

Mit dem Verkauf der ersten Grundstücke in der Gemarkung Klaistow an erholungsuchende Berliner begann 1908 die Entwicklung Fichtenwaldes. Die saubere Luft und die idyllische Lage in den dichten Wäldern auf dem Beelitzer Sander boten eine verlockende Alternative zum Großstadttrubel.

„Raus in die Fichten“ hieß es, obwohl eigentlich Kiefern gemeint waren. Der Ausbau der Infrastruktur zwischen 1928 und 1932 schuf die Voraussetzungen, sich dauerhaft in Fichtenwalde niederzulassen. Diese Entwicklung trieben die Fichtenwalder selbst voran. Sie gründeten bereits 1911 einen Grundbesitzerverein, der bis zu seiner Auflösung 1935 die Belange der Fichtenwalder Siedler vertrat und den Ausbau der Infrastruktur vorantrieb.

Festprogramm

Das volle Programm der Festwoche zu 110 Jahre Fichtenwalde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2018 finden Sie im Zauche-Kalender:

Ende der 1920er Jahre wurde eine regelmäßige Busverbindung zum Bahnhof Beelitz-Heilstätten angeboten, die Elektrifizierung wurde forciert und das Telefonnetz ausgebaut. Die ersten Verkaufsstellen und eine Schule wurden eröffnet sowie das Wasserwerk in Betrieb genommen. 1929 erhielt die Siedlung offiziell den Namen Fichtenwalde, 1935 wurde die Kapelle geweiht. Im Jahr 1950 wurde Fichtenwalde selbstständige Gemeinde.

Zur zweiten Gründungsphase des Ortes wurden die Jahre nach der deutschen Einheit 1990. Wieder waren es Fichtenwalder, die trotz mancher Widerstände von Behörden und Kritik aus der Bevölkerung das neue Ortszentrum durchsetzten und damit die Lebensfähigkeit dieses Ortes mit Grundschule, Kita und Einkaufszentrum sicherten. Innerhalb nur eines Jahrzehntes verdreifachte sich die Einwohnerzahl. Mit der Gemeindegebietsreform wurde Fichtenwalde am 1. Januar 2002 der jüngste Ortsteil der Stadt Beelitz. Mittlerweile zählt Fichtenwalde fast 3000 Einwohner. (Dr. Tilo Köhn, Ortsvorsteher)

Hits: 292