Breitband für alle und Unterstützung für Unternehmen

Borkheide lud zum sechsten Unternehmerstammtisch

Fast schon traditionell lädt der Bürgermeister von Borkheide die Unternehmer im Ort sowie aus der Nachbargemeinde Borkwalde zum Stammtisch ein (siehe Einladung). Am letzten Freitag war es wieder einmal so weit. Sechs Treffen gab es bisher, für den jetzigen Bürgermeister Andreas Kreibich ist das Treffen bereits das vierte. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Thema, das nicht nur die Unternehmer umtreibt. Der Breitbandbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Karsten Gericke, stand Rede und Antwort. Er konnte auf 28 Mio. Förderung durch den Bund verweisen, mit denen der Landkreis den schnellen Zugang zum Internet ausbauen kann. Gegenwärtig läuft die letzte Stufe des Ausschreibungsverfahrens. Noch sind drei Interessenten im Spiel. Gericke hofft, Ende diesen Monats sagen zu können, was sich der Landkreis konkret leisten kann und was nicht. In der zweiten Jahreshälfte soll dann die Feinplanung durch das ausgewählte Unternehmen erfolgen. Im Jahr 2019 sollen dann die meisten Baumaßnahmen erledigt werden. Bis zum 31. Dezember 2020 muss die Abrechnung erfolgen. „Das ist anders als beim BER“, sagt Gericke zuversichtlich. Wichtig ist für Gericke, die Ziele zu erreichen und nicht den günstigsten Anbieter auszuwählen: „Wir brauchen zukunftsfähige Lösungen für Jahrzehnte und setzen deshalb auf die Glasfaser.“ Am Ende sollen 100 MBit/s für die Unternehmen und Schulen und 50 MBit/s für Wohngebiete überall verfügbar sein.

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Kristin Brauns vom Technologie- und Gründerzentrum Bad Belzig nutzte die Gelegenheit, das komplette Angebot ihrer Einrichtung für Unternehmer vorzustellen, z.B. die Koordinierungsstelle für die regionale Berufsorientierung, den Parcours zur Berufs- und Studienorientierung Job Navi PM, den Lotsendienst für Existenzgründer und die Hilfe beim Klimaschutzmanagement. Auf Interesse trafen insbesondere die Beratertage für Unternehmen, die investieren oder Personal einstellen wollen. Die Beratung erfolgt kostenlos jeweils am letzten Dienstag jeden Monats abwechselnd im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) „Fläming“ in Bad Belzig und im Technologiezentrum (TZ) in Teltow statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Im übrigen Teil waren von Bürgermeister Kreibich noch interessante Einzelheiten über die Entwicklung Borkheides zu erfahren. Aktuell hat Borkheide 1993 Einwohner und 111 Bewohner mit Zweitwohnsitz in der Waldgemeinde. Im letzten Jahr gab es Bauanträge für 24 Einfamilienhäuser. Demnächst soll der vierte Entwurf eines Flächennutzungsplanes ausgelegt werden. „Ich hoffe, wir haben jetzt alle Probleme ausgeräumt“, so Kreibich, nachdem sich die Gemeinde insbesondere mit der Forstbehörde geeinigt hat. Der Bus von Borkwalde wird inzwischen gut angenommen. Am Gemeindehaus entsteht gerade eine Raststätte für E-Bikes. Den Sandstraßen ist der viele Regen der letzten Monate nicht gut bekommen. Trotzdem wird der Straßenbau nur langsam vorangehen. Die Sandstraßen werden dabei künftig wieder geschoben werden. Schottern ist zu teuer geworden. Kreibich machte auch auf die Probleme im Kinder- und Jugendbereich aufmerksam. Die Schule muss und soll dringend erweitert werden. Für die Kita kann kein Personal gefunden werden, so dass voraussichtlich elf Eltern ab Herbst ohne Betreuungsangebot bleiben werden. Der Gemeinde droht die Zahlung des Lohnausfalls. Im Jahr 2020 will sich Borkheide am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligen.

In der Diskussion wurde noch ein Phänomen angesprochen. Regelmäßig kommt es nachts zu kurzzeitigen Stromausfällen, was insbesondere für die Maschinen im Gewerbepark ein Problem darstellt. Die verantwortliche E.dis weiß davon nichts. Kreibich will das Anliegen der Unternehmer dem Amtsdirektor antragen, damit der seitens des Amtes noch einmal auf eine Klärung dringen kann.

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