Golzow: Ausbau der B102 erst 2027 – Altkleidercontainer kommen nicht

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Golzow. Die Grüneicher können vorerst aufatmen. Der Ausbau der Bundesstraße 102 zwischen Golzow und Rotscherlinde erfolgt nicht wie zuerst angekündigt in diesem Jahr, sondern erst im Jahr 2027, das sagte Bürgermeister Ralf Werner in der Gemeindevertretersitzung (GV) Golzow am 28. April 2026 im Bürgerhaus des Ortes.

Er zitierte aus einem Brief des Landesstraßenbetriebs (LSB). Dadurch verschiebt sich auch die Notwendigkeit, durch den Ortsteil Grüneiche auszuweichen. Die Umleitung würde die marode Straße noch stärker beschädigen, ob dabei eine provisorische Decke aufgebracht worden wäre, ist unklar. Die Durchfahrt ist in einem miserablen Zustand. Sie wird zwar immer wieder geflickt und ausgebessert, aber ohne nachhaltigen Erfolg. „Bei Regen werden die Fassaden vollgespritzt“, weiß der Abgeordnete René Jungnickel, der in Grüneiche wohnt. Und Tobias Steinborn war leicht frustriert. „Kaum hat man ein Loch gefüllt, sieht man wie das nächste Auto es wieder aufreißt“, sagte der Abgeordnete, der auch Mitarbeiter des Bauhofs Golzow ist.

Werner bat die Verwaltung beim LSB anzufragen, ob mit dem Ausbau auch der Radweg errichtet wird. Im Verlauf der B 102 zwischen Bad Belzig und Brandenburg ist es das einzige Straßenstück, das keinen straßenbegleitenden Radweg hat. Außerdem bat der Bürgermeister sich dafür einzusetzen, dass die Ortseinfahrt aus Richtung Brandenburg entschärft wir. „Es ist ein Unfallschwerpunkt ,und jedes Mal wird unsere Straßenbeleuchtung zerstört“, so Werner zur Begründung.

Er nahm auch am „Runden Tisch“ in der Rochow-Grundschule teil. Aus der Sitzung berichtete er, dass es vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2026 eine Sportwoche geben wird und am 20. Juni die Schüler in der Golzower Kirche ein Theaterstück aufführen werden. Jetzt schon ist klar, dass es im kommenden Schuljahr 19 Einschulungen geben wird.

Die am Edeka-Parkplatz geplanten E-Ladesäulen lassen noch auf sich warten. Bürgermeister Werner las aus einem Brief der E.DIS, in dem gesagt worden ist, dass die Amtsverwaltung nicht reagiert, obwohl alles klar sei. Dem widersprach der Amtsdirektor, der betonte, dass es dem nicht so sei. Die Amtsverwaltung schließt Verträge ab, die alle Eventualitäten absichern, dazu hätte sich die E.DIS aber noch nicht geäußert.

Das Thema Altkleidercontainer beschäftigt die Menschen in der Region, da diese flächendeckend von den Betreibern abgebaut worden sind. Amtsdirektor Mathias Ryll berichtete, dass es einen unterschriftsreifen Vertrag gab, allerdings der Anbieter kurzfristig abgesprungen sei. „Wir hätten dabei auf die Standgebühren verzichtet, die bisher gezahlt worden sind, aber der Betreiber wollte plötzlich Standgebühren haben“, berichtete der Amtsdirektor und setzte hinzu, dass die Entsorgung eine Aufgabe des Landkreises sei, und die Verwaltung nicht bereit ist, in Zeiten der knappen Kassen einzuspringen. Er verwies darauf, dass die Wertstoffhöfe der APM in Niemegk und Werder weiterhin Altkleider annehmen und Lumpen in den Restmüll gehören.

(Artikelfoto: GV Golzow)

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