Eintrittskarte,Freibad Stadt Brück, Brück

Die Brücker „Bade- und Schwimmanstalt“

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Brück. Vor 95 Jahren erhielt Brück ein Freibad. Die Zeit, in der im Mühlenteich gebadet werden musste, war damit ein für alle mal vorbei. Eingeweiht wurde die Brücker „Bade- und Schwimmanstalt“ am 23. Juni 1929.

Zu verdanken hatten die Brücker das neue Bad der Weitsicht und Initiative des Mühlenbesitzers Karl Schmidt. Er hatte den alten, verschlammten Mühlenteich auf eigene Kosten großzügig ausbaggern lassen.

Mühlenteich, Brück, Ansichtskarte
Ansichtskarte „Brück – Am Mühlen-Teich“

Das neue Schwimmbad, welches „ein richtiges Strandleben, mit allem, was dazu gehört“ bot, machte bald von sich reden. Der Heimatdichter Otto Boettger-Seni schrieb ein Jahr nach der Eröffnung im Heimatkalender von 1930:

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„Da ist ein wirklicher Strand, um der Sonne heilenden Segen auf den nackten Körper wirken zu lassen. Auch sind Terrassen zur Erholung da und Gelegenheiten, durch alkoholfreie Getränke auch den inneren Menschen aufzufrischen. Selbstverständlich auch Ankleidekabinen, um sich in Badenymphen oder Neptune nach letzter Mode zu verwandeln. Die Eintrittspreise sind denkbar niedrig gehalten, um es allen Kreisen zu ermöglichen, sich der Wohltat des Bades zu erfreuen. Um etwas Wichtiges nicht zu vergessen: Wer sich vom schüchternen Nichtschwimmer in eine richtige tapfere Wasserratte verwandeln will, und das ist jedem anzuraten, der nicht gerade durch ein schweres körperliches Leiden davon Abstand nehmen muss, dem ist hierzu treffliche Gelegenheit durch den hier ständig abgehaltenen Schwimmkursus unter sachverständiger Leitung geboten. Dass das Freibad Brück auch im Winter nicht vereinsamt liegen wird, dafür wird unsere Jugend sorgen, wenn sie auf blitzenden Schlittschuhen das winterlich erstarrte Freibad in kühnen Kreisen beleben.“

Kinder zahlten damals 10 Pfennige Eintritt, Erwachsene 20 Pfennige. Für  Wintersportvergnügen auf der gefrorenen Fläche war Eintritt in derselben Höhe zu entrichten.

Das moderne Schwimmbad bescherte den Badegästen jedoch nicht nur Erholung im und am Wasser, es ermöglichte aufgrund der Größe und Sprungtürme, auch sportliche Wettkämpfe.

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