Golzow. Am Montag, dem 23. März 2026 bleiben die Apotheken in unserer Region geschlossen. Egal ob in Golzow, Lehnin, Brück oder Bad Belzig. Patienten, die Medikamente brauchen, werden vor geschlossenen Türen stehen. Auch in der Stadt Brandenburg a.d.H. fahren die meisten Apotheker nach Berlin. Im Rahmen des Apotheken-Protesttages wird es in Berlin, München, Düsseldorf und Hannover Kundgebungen geben.

„Wir bitten sie rechtzeitig vorzusorgen und die Rezepte für die benötigten Medikament noch vor dem Wochenende einzulösen“, heißt es in einem Flyer.
Der Berliner Apotheker-Verein (BAV) und sein Brandenburger Pendant sind dabei. Der Protestzug startet um 12:00 Uhr am Potsdamer Platz. Die Route führt durch das Regierungsviertel zum Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus, wo gegen 13:30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden soll. Die BAV-Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apotheker-Vereins (DAV), Anke Rüdinger, sagte:
„Das ganze Land soll sehen, in welchen wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Apotheken vor Ort stecken.“
Für Susann Golke wird es die dritte Demo sein. „Ich war schon Mal in Dresden und in Berlin dabei“, für die Pharmazeutische-technische Angestellte (PTA), die in der Bahnhof-Apotheke in Lehnin arbeitet, ist es Ehrensache. Sie wird mit dem RE1 nach Berlin fahren. Die im ländlichen Gebieten ansässigen Pharmazeuten fürchten um ihre Existenz, einerseits der Druck durch Versandapotheken, andererseits die stagnierenden Honorare.
„Wir verdienen unser Geld nicht über den freien Verkauf, sondern über von der Politik festgelegte Honorare“, betonen die Apotheker, die darauf hinweisen, dass in den vergangenen dreizehn Jahren jede fünfte Apotheke geschlossen hat. Es wird von einer Kostensteigerung gesprochen, die bis zu 65 Prozent beträgt. Dabei wird darauf verwiesen, dass in den stationären Apotheken eine Beratung stattfindet, es Nacht- und Notdienste gibt, und das 160.000 Menschen in den Apotheken tätig sind.
„Wir demonstrieren für die im Koalitionsvertrag zugesagte Honorarerhöhung und gesetzlich festgelegte regelmäßige Anpassungen“, ist die zentrale Forderung am kommenden Montag.
Auch Thomas Albrecht von der Golzower Apotheke wird dabei sein. Er hat alle Kollegen der Region abgefragt und weiß, dass sie alle dabei sein werden.
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