Golzow. Die Bauhofmitarbeiter wünschen sich ein funktionierendes Fahrzeug, denn der aktuell genutzte Wagen, ein Multicar M26 ist in die Jahre gekommen. Er wurde im Jahr 2008 zugelassen und hat inzwischen 120.000 km auf dem Tacho. Allein die Reparaturkosten in den vergangenen fünf Jahren betrugen 24.000 Euro, und durch die häufigen Werkstattzeiten stand das Fahrzeug nicht zur Verfügung.
„Wir brauchen ein neues Fahrzeug, das alte ist zu kostspielig, wir müssen endlich zum Beschluss kommen“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Ralf Werner den als Tagesordnungspunkt 16 aufgerufenen Punkt der Gemeindevertretersitzung am 17. Februar 2026 im Bürgerhaus auf. Und das nicht zum ersten Mal. Zum inzwischen vierten Mal wird seitdem 23. September 2025 über die Anschaffung diskutiert. Es wurden außerdem intensive Gespräche mit den Gemeindearbeitern geführt.
Offenbar nicht genügend, denn nicht alle waren mit der Vorlage einverstanden. Darin wurde empfohlen einen Multicar zu leasen. „Es wäre teurer als ein Kauf, und außerdem ist fraglich, ob wir es überhaupt brauchen. Ein Trecker ist da, und jetzt könnte man eine Pritsche oder ähnliches erwerben, um die anderen Aufgaben zu bewältigen“, sagte Peter Schmieder (Freiwillige Feuerwehr). Er rechnete vor, dass es zu einer Ersparnis von gut 100.000 Euro kommen könnte, die woanders gut eingesetzt werden könnte.
Egal ob Kauf oder Leasing, die Verwaltung geht von Kosten von rund einer Viertelmillion aus.
Zu den wesentlichen Einsatzbereichen des Fahrzeugs zählen insbesondere:
- Straßenreinigung und Straßenunterhaltung,
- Mulch- und Mäharbeiten auf Grünflächen,
- Transportarbeiten sowie
- Winterdienst.
Die Amtsverwaltung unterstützt in einer Stellungnahme den Bürgermeister. „Aus Sicht der Verwaltung ist eine weitere Nutzung des Fahrzeugs nicht mehr wirtschaftlich, da künftig mit weiteren altersbedingten Schäden und steigenden Instandhaltungskosten zu rechnen ist. Zur Sicherstellung der dauerhaften Einsatzfähigkeit des Bauhofs ist daher eine Ersatzbeschaffung erforderlich“, heißt es in der Begründung.
Man geht von einer Lieferfrist von über einem halben Jahr aus und hofft auf eine baldige Bestellung, um das Gerät im kommenden Winter einsetzen zu können. Und nicht nur das, eine zusätzliche Aus- und Vorrüstung wird empfohlen.
„Ab 2027 ist vorgesehen, das Multifunktionsfahrzeug durch die Erweiterung um einen Auslegemäher ganzjährig einzusetzen. Um zusätzliche Kosten und einen späteren Werkstattaufenthalt zu vermeiden, ist es erforderlich, das Fahrzeug bereits bei der Bestellung mit der notwendigen technischen Vorbereitung (Achsverriegelung an der Vorderachse) auszustatten“.
Damit wird auch der Preis erklärt.
Obwohl Amtsdirektor Mathias Ryll darauf verwies, dass das Fahrzeug aus dem Sondervermögen des Bundes bezahlt werden könnte, überzeugte es die Abgeordneten nicht. „Wir möchten vorher eine Gesamtanalyse der Kosten, aber die Bedarfe des Bauhofs sollten auf den Erwerb Einfluss haben“, sagte Matthias Weise (Unser Golzow).
Trotzdem wurde der Antrag zurückgestellt, weitere Gespräche sollen stattfinden, und erst danach soll eine Entscheidung fallen. Da die nächste Sitzung erst am 28. April 2026 stattfindet und danach eine Ausschreibung erfolgen muss, dürfte bei der genannten Lieferfrist das Fahrzeug im Winter 2026/27 nicht mehr zum Einsatz kommen.

Views: 40
