Brück. Der Weggang des Discounters „Penny“ beschäftigt und empört die Einwohner von Brück-Rottstock. „Gerade für ältere und behinderte Bürger ist es unzumutbar, bis zum Buchenweg zu laufen, das sind gut zwei Kilometer“, sagt René Zumm. Im Buchenweg befindet sich ein „Netto“-Laden und demnächst entsteht dort ein Edeka-Geschäft.
Zumm ist ein Ur-Rottstocker, und er will für eine Neuansiedlung eines Lebensmitteversorgers kämpfen. Ein Wunsch, den auch die in Brück-Rottstock wohnende Vorsitzende des Brücker Seniorenbeirats, Margarete Günther, hat. „Für uns alle ist es ein Verlust, wir wünschen uns eine Einkaufsmöglichkeit südlich der Bahn, aber mir ist klar, dass das andere entscheiden und dass Penny noch einen langfristigen Mietvertrag hat, man wird wohl kein Interesse haben, Konkurrenz zu etablieren“, ist Günther eher resigniert.
Trotzdem will sie René Zumm unterstützen. Er hat jetzt eine Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag respektive Einwohnerbegehren initiiert. „Lebensmittelanbieter schnellstmöglich nach Rottstock“, ist es überschrieben. Es fordert, dass sich die Stadtverordneten des Themas annehmen und einen Ausschuss mit dem Schwerpunkt Neuansiedlung an der Goethestraße, also dem Penny-Standort, bilden.
„Wir wollen keinen Blumen- oder Baumarkt, wir wollen einen Lebensmittelmarkt“, so Zumms Credo. Dabei betont er, dass ein solcher Laden nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit bietet, sondern auch ein Kommunikationsort ist, ein Treffpunkt für die älteren Menschen im Ort.
Damit das Begehren erfolgreich ist, muss er bis Ende September 170 Unterschriften vorweisen. Schon am vergangenen Wochenende stand er vor „Penny“, 50 Unterschriften sind da zusammengekommen. Allerdings wurde er vom Filialleiter des Parkplatzes verwiesen. So stand er dann an der Straße und sammelte weiter. Seine Hoffnung ist, dass die Stadtpolitik in Zusammenarbeit mit den Bürgern bis zum 30. Juni kommenden Jahres einen Erfolg vermelden kann.
„Penny“ hat angekündigt, demnächst nach Linthe zu ziehen. Dort wird man die neue Filiale im ehemaligen Aldi-Gebäude in direkter Nachbarschaft zum „Kaufland“ eröffnen. Übrigens strebt „Kaufland“ ebenfalls einen Umbau an, was wohl zu einer Schließzeit führen dürfte.
Die Unterschriftenlisten liegen an folgenden Orten aus:
Hotel „Schützenhaus“, Baumarkt Brück, Zahnarztpraxis Schulze, „Café am Gleis 1“, Uhrmacher Ehle, Apotheke Berger, Ing.-Büro Klenke
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4 Antworten
Hallo,
Ich finde es gut, die Senioren für die es zu weit ist zu Netto waren bis jetzt froh hier Penny zu haben. Diese Senioren werden es jetzt schwer haben
Wo kann man unterschreiben. Ich bin auch dafür und möchte mich eintragen. Meine Frau und mein Vater auch. Drei weitere Stimmen für die Sache.
Vielen Dank für die Anregung. Die Auslageorte für die Unterschriftenlisten wurden nachträglich in den Artikel aufgenommen.
Was spricht eigentlich dagegen, Edeka in die Penny-Immobilie zu locken? Auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Meiner Meinung nach, wäre Brück an beiden Standorten dann gut versorgt. Ein Neubau und somit eine Konzentration am Amtsplatz sind doch irrsinnig. Zumal Netto zu Edeka gehört.