Cammer. Noch vor zwei Jahren hätte Lars Charlier gar nicht daran gedacht, dass er in der Kommunalpolitik aktiv sein könnte. Jetzt ist der 46jährige LKA-Beamte sogar Ortsvorsteher von Cammer. „Es macht Riesenspaß“, resümiert er nach einem dreiviertel Jahr der ehrenamtlichen Arbeit.
Vor der Kommunalwahl 2024 fragte ihn der damalige Bürgermeister von Planebruch, Ulf Dingelstaedt, ob er auf der Bürgerliste kandidieren möchte. Der parteilose Charlier überlegte nicht lange und sagte zu. In die Kommunalvertretung wurde er nicht gewählt, aber die Gemeindevertretung bestimmte ihn zum Ortsvorsteher von Cammer.
Lars Charlier wohnt seit etwa vier Jahren fest im Dorf, hier kam auch seine Tochter zur Welt. Schon davor war er häufig hier, denn seine Schwiegereltern bauten Anfang der 90er Jahre hier ein Haus, in dem er heute wohnt. Die Schwiegereltern werden demnächst ebenfalls hierherziehen, dafür wurde ein leerstehendes Gebäude erworben.
„Es ist großartig aktiv mitgestalten zu können, die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Ortsvorsteher ist sehr gut, und wir haben schon einiges angeschoben“, zeigt sich Charlier zufrieden.
Nach seiner Wahl fragten sich viele, wer Charlier sei. Inzwischen ist er allen bekannt. Von Anfang an besuchte der neue Ortsvorsteher die Treffen der vielen Vereine im Dorf, beim Dorf- und Heimatverein wurde er zum Vorsitzenden gewählt. Er brachte sich bei der Organisation der Glühwürmchennächte mit ein; spielt demnächst beim entstehenden Theaterstück eine tragende Rolle; Jugendklub und die Freiwillige Feuerwehr können auf seine Unterstützung bauen. Einzig dem Chor ist er noch nicht beigetreten, obwohl dort Männerstimmen fehlen.
„Ich hoffe, dass wir weiter so konstruktiv agieren“, sagt Charlier, der sich gut vorstellen kann, über eine längere Zeit das Amt zu bekleiden. Die Entscheidung, kandidiert zu haben, bedauert er keinesfalls.
(Artikelfoto: Lars Charlier in der Bückwindmühle Cammer)
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