Beelitz, Pension Schöller, Zum deutschen Haus

Beelitz: Je oller, umso doller – Proben für die Pension Schöller haben begonnen

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Beelitz. Es sind nur noch ein paar Tage bis Heiligabend – aber die richtige Bescherung gibt es in Beelitz dieses Jahr erst am zweiten Weihnachtsfeiertag: Dann feiert die Erfolgsinszenierung der „Pension Schöller“ im Deutschen Haus Premiere. An zehn Abenden werden sich Schauspielgrößen wie Herbert Köfer, Winfried Glatzeder und Achim Wolff urkomische Schlagabtausche liefern und für jede Menge Lacher sorgen. Wem „zwischen den Jahren“ oder kurz danach also die Decke auf den Kopf zu fallen droht, der sollte vorbeikommen – wenn der Festsaal der Stadt zum Irrenhaus wird.

Heute haben die Proben am Berliner Schillertheater begonnen, ab Freitag bereitet sich das Ensemble dann vor Ort, in Beelitz, auf die Aufführungen vor. Bei den meisten dürften die Rollen aber noch sitzen: Zuletzt wurde der um 1890 von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs geschriebene Schwank im Rahmen der Beelitzer Festspiele 2017 unter freiem Himmel aufgeführt. Und davor fast 20 Jahre lang am Boulevardtheater der Hauptstadt, den Berliner Bühnen am Kurfürstendamm. Für Herbert Köfer, der im Februar seinen 99. Geburtstag feiert und seit Jahren schon als „ältester aktiver Schauspieler der Welt“ einen festen Platz im Guiness-Buch der Rekorde hat, ist die Rolle des Pensionswirtes eine der liebsten, wie er gelegentlich betont.

Beelitz, Pension Schöller, Zum deutschen HausAber auch die anderen Akteure haben eine enorme Erfahrung aufzuweisen: Regisseur Jürgen Wölffer als jahrzehntelanger Intendant der Ku’Damm-Bühnen, der auch eine der Rollen übernimmt, oder Winfried Glatzeder, den hierzulande seit der „Legende von Paul & Paula“ jeder kennt – und natürlich Achim Wolff, Bühnen- und Fernsehschauspieler und bekannt durch die Reihe Salto Postale mit Wolfgang Stumph. Insgesamt fast 700 Lebensjahre bringt das neunköpfige Ensemble auf die Bühne. Und das mit einer sagenhaften Spielfreude und einem Witz, der schnell ansteckt. Je „oller“ umso doller – daran denkt man zwangsläufig, wenn die Herrschaften auf der Bühne in ihren Rollen aufgehen und  die Neurosen der Charaktere geradezu zelebrieren.

In dem Stück geht es um den Gutsbesitzer Philipp Klaproth (Wollff), der in Berlin einmal eine  Irrenanstalt besuchen möchte, um zu Hause am Stammtisch mit einer Anekdote auftrumpfen zu können. Sein Neffe vermittelt ihn in Ermangelung eines echten Sanatoriums in die Pension Schöller: Mit ihren schrulligen Gästen, findet er, ist die mindestens genauso gut. Unter den Bewohnern ist ein größenwahnsinniger Großwildjäger (Sigbert-Peter Terhorst), eine schrullige Schriftstellerin (Christine Schild), ein cholerischer Major A.D. (Wölffer) und Schöllers Neffe Eugen (Glatzeder), der kein „L“ sprechen kann – aber unbedingt Schauspieler werden möchte. Nachdem der Onkel die ersten Begegnungen mit den vermeintlich Verrückten voller Wonne genossen hat, wird es ihm doch bald unheimlich – vor allem, als sie vor seiner Haustüre im heimischen Beelitz aufkreuzen.

Aufführungen vom 26.12.2019 bis zum 5.1.2020 täglich (außer an Neujahr) um 19.30 Uhr, die Sonntagsaufführungen beginnen um 16 Uhr. Karten gibt es für 29 Euro in allen Vorverkaufsstellen und auf reservix.de. Die Vorstellung an Silvester beginnt um 19 Uhr, Karten inklusive Sekt, kosten 45 Euro.

(Thomas Lähns)

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