Kloster Lehnin: Auf dem Prüfstand – Wie gut ist das Kitagesetz wirklich und warum muss nachgebessert werden?

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Kloster Lehnin. Die Brandenburger Fraktionsvorsitzende der Partei „Die Linke“, Kathrin Dannenberg, und der scheidende Göhlsdorfer Landtagsabgeordnete, Dr. Andreas Bernig, besuchten die Gemeindeverwaltung von Kloster Lehnin, um sich mit Fachleuten der Basis über Qualitätsstandards und Probleme in den gemeindlichen Kitas auszutauschen.

An dem Gespräch nahmen neben Bürgermeister Uwe Brückner auch die Fachbereichsleiterin Dagmar Keding und die beiden Kitaleiterinnen Mendy Bliedtner („Sonnenkäfer“ Grebs) und Martina Meier („Knirpsentreff“ Lehnin) teil. Die familienfreundliche Gemeinde hat sich in der Vergangenheit mit vielen ehrgeizigen Pilotprojekten in diesem Bereich erfolgreich engagiert und war dankbar für den Austausch. Auch die Möglichkeit, den Abgeordneten Anregungen mit auf den Weg nach Potsdam geben, wurde genutzt. Denn es ist lohnend, sich im Potsdamer Landtag zum Wohle unserer Kleinsten und Erzieher/innen einzusetzen.

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Kloster Lehnin, Kathrin Dannenberg, Die Linke, Kita

Derzeit verfügt Kloster Lehnin über 409 Kita-Plätze in sechs Einrichtungen (Damsdorf, Grebs, Göhlsdorf, Lehnin, Netzen und Reckahn). Belegt sind momentan 370 Plätze. Zum 31.12.2019 werden aus heutiger Sicht 383 Kita-Plätze benötigt. Die Kinderzahlen sind trotz der Ausweisung neuer Wohnungsbaugebiete derzeit stabil. Gegenwärtig wird die Kita Damsdorf um einen weiteren Satelliten-Bau ergänzt, um die Kapazität von 128 auf ca. 175 zu erhöhen. In der Regel sind die Einrichtungen von 6 bis 17 bzw. 18 Uhr geöffnet. Eine Spätkita einzurichten war, nach vorgenommenen Umfragen in den Vorjahren, nicht erforderlich.

Die Kloster Lehniner fordern eine Gleichberechtigung von Bildungseinrichtungen. „Das Brandenburgische Kitagesetz mit seinen aktuellen Änderungen stellt für die Kommunen eine enorme Anforderung, sowohl finanziell als auch personell, dar. So bleibt zu befürchten, dass die Kommunen Kosten im Rahmen der Beitragsbefreiung nicht vollumfänglich erstattet bekommen. Auch die Ermittlung der Kostenerstattungen und Beitragsbefreiungen begründen zusätzlichen Verwaltungsaufwand, der in keinerlei Hinsicht berücksichtigt wurde“, erläutert Dagmar Keding. Kitaleiterin Martina Meier sagte, dass der Betreuungsschlüssel unbedingt verbessert werden müsse, derzeit können z.B. Vor- und Nachbereitungszeiten nur unzureichend durchgeführt werden bzw. gehen zu Lasten der Arbeit am Kind.

(Pressemitteilung der Gemeinde Kloster Lehnin)

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