Borkheide: Gelbwesten demonstrierten gegen Windkraftanlagen im Wald

Borkheide. Ungeachtet des wenig einladenden Wetters radelten am Sonnabend etwa 40 Menschen in gelben Warnwesten durch die Waldgemeinde Borkheide, um gegen Windkraftanlagen in Wäldern zu demonstrieren. Einige Eltern waren sogar mit ihren Kinder gekommen.

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Rose Mandler im Interview

Die Idee zu der privaten Initiative hatte Rose Mandler:

„Wir wollen Aufmerksamkeit erregen und die Menschen wachrütteln.“

Aufmerksamkeit hat der Fahrradkorso auf jeden Fall gefunden, nicht nur bei den Borkheidern. Neben den lokalen Medien Borkheide News TV und Zauche 365 waren auch überregionale gekommen: die MAZ, die BRAWO und der rbb. Mandler zeigt sich dennoch nur teilweise zufrieden mit der Resonanz. Zwar waren weit mehr Teilnehmer als von ihr erwartet dabei, aber „es fehlen die jungen Leute“, bedauerte sie.

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Winfried Ludwig

Mit dabei war Winfried Ludwig vom Verein Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.. Der Umweltverein ist federführend beim Widerstand gegen die Windräder in den Wäldern der Zauche. Ludwig ist nicht nur Vorsitzender des Vereins, sondern kandidiert außerdem für die Freien Wähler für den Kreistag. Er zeigte sich begeistert:

„Es ist toll, dass so viele Leute fast ohne logistischen Aufwand gekommen sind, um für den Erhalt unserer Wälder zu demonstrieren.“

Besonders freute er sich, so viele neue Gesichter zu sehen.

Ruth Zeidler, die mit Mandler den Korso organisiert hat, teilte Trillerpfeifen aus:

„Damit die Leute mitbekommen, dass wir immer noch etwas tun.“

Für Norbert Kage, der mit seiner Frau teilnimmt, ist es „unverständlich, dass man Windkraftanlagen in den Wald stellen und hier Wälder für den Klimaschutz roden will“. In Brasilien setzen wir uns für den Schutz der Wälder ein, außerdem binden die Wälder CO2.

Auf der kleinen Abschlusskundgebung wurde gefordert, nicht nur die Bürger, sondern auch die Politiker wachzurütteln. Mehrere Teilnehmer verlangten, dass sich nicht nur die AfD-Fraktion hier sehen lässt, wie bei der letzten Demonstration:

„Wir wollen die nicht wählen, aber dann müssen die anderen Parteien auch mal etwas dafür tun.“

Diesmal war gar keine Partei vertreten. Ludwig wies darauf hin, dass das Waldkleeblatt jeweils vor den Wahlen Veranstaltungen mit den Politikern durchgeführt habe. Da seien alle gekommen. „Wir haben ja bald wieder Wahlen“, stellte jemand lakonisch fest, “da werden sie wohl wieder kommen.”

Auf jeden Falls soll nicht der letzte Protest dieser Art gewesen sein. „Wir kommen auch nach Borkwalde und Fichtenwalde“, kündigte Zeidler an.

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